Montag, 20. Juli 2015

Ein Verb: genießen

Genießen. Ein starkes Verb. Scheinbar nicht stark genug, um es regelmäßig zutun. Oder genießen wir unbewusst? Wann genießen wir bewusst und wann unbewusst? Diese Frage stellte ich mir zuletzt vor zwei Wochen am Samstag, als ich mit meiner Nase in meinem Buch hing und den lauen Sommerabend genoss. Der Samstag war kaum zu ertragen, es herrschten teilweise über 40 Grad in der Sonne, im Büro waren es stolze 34,2 Grad. Die Ventilatoren wehten einem nur warme Luft um die Ohren. Eine Abkühlung war das ganz und gar nicht.



Am Abend traute ich mich also tatsächlich auf unseren Balkon. Im luftigen Kleid, kalter Fritz-Limo und einem guten Buch war das auszuhalten. Der Himmel zog sich zusammen. Es kühlte sich tatsächlich ab. Ich hörte es in der Ferne schon grummeln. Die ersten Regentropfen prasselten auf das Geländer unseres Balkons. Endlich. Endlich kommt die Abkühlung und die Wohnung wird vielleicht endlich etwas kühler. Genießen. Ich merke wie ich anfange innerlich zu entspannen. Wie ich das Sommergewitter und den Sommerregen genieße und einfach da liege, meine Augen schließe und lausche.

Eine halbe Ewigkeit habe ich dieses Gefühl nicht mehr gehabt. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so bewusst etwas genossen habe. Natürlich genieße ich es, meine eigenen 4 Wände mit meiner Liebe des Lebens zu haben und für mein Leben komplett alleine verantwortlich zu sein. Dennoch ist das schon fast zur Gewohnheit geworden und definitiv ein anderes genießen, wie ich es am Samstag spürte.



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