Samstag, 26. Dezember 2015

Christmas days

"An 2016 habe ich nur einen einzigen Wunsch" tippte ich in das Chatfenster und schickte die Nachricht ab "undd der wäre?" - "Du." ich habe das Chatfenster geschlossen und mein Handy auf die andere Seite meines Sofas gelegt. Unter den Kissen, damit ich kein blinken sehe oder auf die Idee komme mein Handy in die Hand zu nehmen. 

Es ist der 23.Dezember 2015, uns bleiben noch genau 8 Tage aus diesem Jahr übrig. Ich werde sentimental. Wie jedes Jahr. Die einen Leben weiter, die anderen schreiben Ihre Vorsätze für das kommende Jahr auf und ich, ich lasse mein Jahr revue passieren und streiche mir die eine oder andere Träne aus dem Gesicht. Ich bin über jedes Jahr traurig, welches zuende geht und gleichzeitig ängstlich und voller Aufregung gegenüber dem neuen Jahr.


Mein Wecker klingelt um 10:30 Uhr. Es ist der 24. Dezember 2015, mir bleiben noch genau 4 Stunden, dann stehe ich angezogen mit einer Tasche voller Geschenke bei meinen Eltern vor der Haustür. Ich habe noch einiges auf meinem Zettel stehen und komme nicht einmal Ansatzweise dazu mir Gedanken über mein Jahr zu machen. Ich gucke auf meine Uhr, es ist bereits 21:15 Uhr. Ich sehne mich nach meinem Zuhause und der Ruhe. Ich verabschiede mich von allen, nehme meine Sachen und gehe zu meinem Auto. Auf dem Weg nachhause, fahre ich so langsam wie noch nie. Ich gucke in die beleuchteten Fenster der Häuser und erhasche den ein oder anderen Blick über die gedeckten Tische. Mir wird plötzlich unwohl, ich merke, wie sich meine Brust zusammenzieht und mir Tränen in die Augen schießen. Als ich Zuhause ankomme und mein Auto ausmache, bleibe ich einen Moment sitzen, atme tief durch und steige erst dann aus. Ich gehe die Auffahrt hoch, mein Nachbar steht draußen um eine zu rauchen. "Fröhliche Weihnachten" ruft er mir zu "Danke, wünsche ich auch" bringe ich hervor und setze noch ein kleines fröhliches Lachen hinterher. Ich weiß nicht was ich in meiner eigenen kleinen Wohnung soll. Ich habe aber das Bedürfnis gehabt, nachhause zu fahren. Ich fühle mich hier leer, nicht vollkommen. Irgendwie fehl am Platz. Irgendwas nimmt mir hier die Luft zum atmen. Ich weiß nur noch nicht genau was. Ist es vielleicht die Einsamkeit? Ich räume meine Tasche aus, hänge meinen Mantel an die Gaderobe. Zünde alle Kerzen an und gehe in die Küche um mir ein Glas Whiskey einzuschenken .. Cheers!


25. Dezember 2015, mein Handy zeigt 10:17 Uhr an. Ich wache neben der Liebe meines Lebens auf. Ich nehme meinen Herzensmenschen wieder in den Arm, atme seinen Duft ein und schließe die Augen noch einmal. Du bist mein größter Wunsch, egal zu welchem Anlass. Für mich gibt es nichts schöneres, als neben dir aufzuwachen. Deinen warmen Körper neben mir zu spüren, deinen Duft einzuatmen und die Geborgenheit zu spüren. Ich möchte nicht, dass dieser Moment endet. Möchte bei dir bleiben, nicht jetzt schon weiter zu meiner Familie um Essen zu gehen. Ich genieße den Moment bevor ich aufstehe, mich fertig mache und dir einen Abschiedskuss gebe und dir einen wunderschönen Tag wünsche.

26. Dezember 2015, Weihnachten ist für mich heute bereits vorbei. Meine Schwester verbringt den 2. Weihnachtstag bei unseren Großeltern. Ich war nur zum essen bei meinen Eltern. Den restlichen Tag verbringe ich mit Sport, vermissen und vielen Gedanken in meinem kleinen Kopf. Ich mache meine Wohnung sauber und schau hinüber zu meinen Nachbarn. Von meiner Haustür kann man direkt in das Wohnzimmer gucken, der Tannenbaum leuchtet und die ganze Familie scheint zu Besuch zu sein. Einen kurzen Moment bleibe ich stehen und versinke in Gedanken..
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