Montag, 11. Juli 2016

Ausnahmezustand: Wir und die Liebe

Where is the Love?
Man kann sie nicht sehen, nicht hören, wir können sie weder schmecken, noch anfassen und trotzdem sind wir - manchmal sogar ein Leben lang - auf der Suche nach ihr: der Liebe. Das Thema Liebe ist ein komplexes und selbst von wissenschaftlicher Seite ein umstrittener Bereich. Verliebtsein oder Liebe - irgendwann kommt jeder von uns an den Punkt, an dem wir uns fragen: Was sind das für Gefühle? Ist es an der zeit das große L-Wort auszusprechen? Oder ist es doch nur eine harmlose Romanze und alles bald wieder vorbei?

Aber was passiert da mit uns, wenn es im Bauch langsam beginnt zu kribbeln? Warum verhalten wir uns mitunter so seltsam, sagen unkontrollierte komische Dinge, stottern oder bekommen nicht ein einziges sinnvolles Wort heraus, wenn wir dem Herzensmenschen begegnen? Zwischen Philosophie, Biologie und Psychologie gibt es viele Ansätze, die versuchen, die Liebe und den Zustand des Verliebtseins zu definieren. Aber was nützen diese trockenen Definitionen, wenn man einmal verliebt, nur noch damit beschöftigt ist, das ganze Umfeld mit aufgedrehter Stimmung, über niedliche Whatsapp-Nachrichten und damit, ob man jetzt schon antworten dürfe oder doch besser die 3-Tages-Regel einhalten solle, zu nerven?


Wann ist es Liebe und wie fühlt sich das an? 
Verliebtsein, ist ein Zustand des Rausches, bei dem wir nicht klar denken können. Wir vergessen zu essen, brauchen kaum Schlaf und sehen trotzdem nach einer durchgemachten Nacht hervorragend aus. Verliebte haben starke Sehnscht nach einander und denken ständig an die Person. Oft konzentriert sich die gesamte Aufmerksamkeit und Energie auf diesen einen Zielmenschen und Bedürfnisse der Freunde und Familie rücken erst einmal in den Hintergrund. Aber Vorsicht, wir könnten ja verletzt werden! Nach dem ersten Hochgefühl steigen schnell Sätze in uns hoch, wie: ,,So eine Geschichte wie damals, will ich nie wieder erleben." Oder: ,,Ist es das alles wirklich wert?" Dieser Ausnahmezustand, dieses Gefühl, das sogar soweit führt, dass auf unsere bis dato tiptop arbeitende Körperfunktionen kein Verlass mehr ist? Das Herz klopft bis zum Hals, einschlafen funktioniert nicht mehr wie gewohnt, Konzentrationsschwäche, Unruhegefühle, Ausbleiben des Hungergefühlst, dieses Kribbeln, das unmöglich von Schmetterlingen im Bauch kommen kann. Und trotzdem da ist.


Und plötzlich ist es Liebe!
Was passiert da im Körper? Ganz einfach: Ein dauerhaftes Verrücktspielen unserer Hormone, der permanente Stress - auch wenn er positiv ist - unter dem der Körper im Zustand des Verliebtseins stehst, wäre auf Dauer zu anstrengend. Unser Körper hat keine Lust auf Dauer-Stress und schaltet sich irgendwann auf einen ruhigeren Modus, um langsam wieder Richtugn Normalzustand zurückzukommen. Das macht er, in dem er die Gefühle der Verbundenheit und Nähe mit dem jeweiligen Partner assoziiert, und zwar nur mit diesem. So spart er sich die ständigen Hormonausschüsse. Der Herzensmensch löst ab sofort die Glücksgefühle aus und ist nicht mehr austauschbar. Entspannung!

Danke lieber Körper! Jetzt haben wir die Möglichkeit eine langfristige Bindung und eine dazu gehörige Liebe entstehen zu lassen. Oder aber wir stellen fest, sobald die Hormone wieder halbwegs den Normalmodus erreicht haben, dass zu wenige Gemeinsamkeiten vorhanden sind, zu wenige Gefühle. Und dann war es eben doch nur ein Blick durch die rosarote Brille, ohne die nun die Realität deutlich erkennbar ist.

Kommentare on "Ausnahmezustand: Wir und die Liebe"
  1. Ein toller Artikel :)
    Die Liebe macht das Leben doch erst so richtig l(i)ebenswert..
    Liebst, Julia
    julysbeautylounge.blogspot.co.at

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    1. Hallo Julia,

      da gebe ich dir definitiv Recht! Die Liebe gibt unserem Leben Gefühle die wir ohne Sie niemals spüren würden.

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