Freitag, 1. Juli 2016

Written: 50 erste Dates #7

2 Jahre später
Wir schreiben das Jahr 2010. Es ist viel Zeit vergangen. A. habe ich nicht mehr täglich in meinen Gedanken. Immer wieder habe ich versucht Kontakt mit ihm aufzunehmen. Selbst seine Freunde hatten immer weniger Kontakt zu ihm. Auch S. hat den Kontakt aufgegeben. Manchmal habe ich A. vom Schulbus aus in seinem Auto gesehen. Genau in diesen Momenten setzte mein Herz für einen Augenblick aus und zeigte mir ganz offensichtlich, dass es immer noch nicht das Ende ist. Das einzige was ich von A. in all der Zeit hörte war eine kurze Nachricht bei ICQ ,,Hier, hör dir mal das Lied an und gucke dir die Übersetzung an. Ich muss bei diesem Lied immer an uns beide hören" Und genau ab diesem Zeitpunkt begleitet mich das Lied überall hin. Es ist die einzige Verbindung zu A.


1 Jahr später
Heute ist der 20. Januar 2011. Gestern hat sich A. bei mir gemeldet. Er wollte meine Handynummer haben und verabschiedete sich mit den Worten ,,Ich melde mich bei dir". Ich habe genau diese Worte nicht ernst genommen und ihm einfach meine Handynummer gegeben. Ich habe gerade Mittagspause und sitze mit meinen Klassenkameraden im Klassenraum auf den Tischen. In unseren Mittagspausen unterhalten wir uns täglich über sinnlose Dinge. So wie auch heute. Mein Handy klingelt und als ich auf meinen Display gucke, bleibt mein Herz für einen Moment stehen. ,,A. ruft an..", ich hasse es zu telefonieren und überlege vorher immer gründlich ob ich wirklich an das Telefon gehen möchte oder eher nicht. Ich bin nicht ich selbst. Ich überlege keine einzige Sekunde und gehe sofort an mein Handy. ,,Hey, ich bin es. Was machst du?" Ich habe seine Stimme eine halbe Ewigkeit nicht gehört und mein Herz tanzt vor Freude. ,,ähm hey, ich habe Mittagspause und du so?" krächzte ich in mein Handy. ,,Ich stehe unten an der Raucherecke beim Zebrastreifen, magst du kommen?" - ,,Oh äh ja klar, ich komme runter". Ich drücke den roten Hörer, schnappe mir meine Tasche und meine Jacke. Ich laufe die Treppen so schnell runter wie noch nie. Mir ist sofort klar, dass ich die letzten beiden Schulstunden schwänzen werde. Kurz bevor ich am Ziel angekommen bin, bleibe ich stehen. Ich richte meine Jacke, meine Haare. Atme tief ein und wieder aus. Als ich ihn von weiten sehe, fange ich an zu lächeln. ,,Guck dir mal das Topmodel an" ruft er mir entgegen. Ich freue mich A. wieder zu sehen. Wir fahren mit seinem Auto durch die Gegend und erzählen uns viel. Man mag meinen, dass das unsere Routine ist. ,,Warum hast du dich so lange nicht gemeldet?" fragte ich A. erneut und hatte dabei mit meinen Tränen zu kämpfen..


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