Dienstag, 23. August 2016

Written: 50 erste Dates #10

..für mich war das ein wirklich sehr aufregender Abend. Ich weiß nicht so recht wo mir der Kopf steht und möchte nur noch einschlafen. A. schreibt mir eine SMS, dass ihm der Abend sehr gut gefallen hat und ihn gerne wiederholen möchte. Wir schreiben die ganze Nacht, bis ich mit meinem Handy in der Hand einschlafe.

Ich bin ein Mensch der sehr viel Schlaf benötigt, ansonsten ist mit mir nicht viel anzufangen. Komischerweise bin ich am nächsten Morgen fit wie ein Turnschuh und fühle mich so frisch wie ewig nicht mehr. Mittlerweile bekomme ich jeden Morgen gegen 7 Uhr eine SMS von A. Meistens frgt mich A. schon vor seiner Mittagspause ob wir uns Abends wieder sehen wollen. Das wird tatsächlich zu unserer Routine. Ich kann es kaum glauben, dass wir es schaffen wieder Kontakt zu haben. Richtigen Kontakt.



Mit der Zeit bekomme ich immer mehr Verlangen danach mich alleine mit A. zu treffen. In den vergangenen Tagen haben wir uns immer zusammen mit seinem Freund getroffen. Ich traue mich nicht diesen Wunsch anzusprechen. Ich meine, A. ist immer noch mit F. zusammen. Das wäre keine gute Idee. Ich möchte keinen Streit verursachen oder es wieder aufs Spiel setzen, dass wir keinen Kontakt mehr haben. Dabei ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die beiden sich offiziell trennen.

Ohne, dass ich A. meinen Wunsch nenne verbringen wir die nächsten Tage alleine. Nach dem Feierabend, wenn A. etwas gegessen hat und duschen war, holt er mich mit seinem Auto ab und wir fahren durch die Gegend oder auf dem Parkplatz von unserem Freibad. Dort sieht man uns nicht so schnell und es ist sehr ruhig. Im Januar die Abende im Auto zu verbringen ist auf Dauer keine gute Lösung. Wir frieren mehr als das wir uns unterhalten können. Ich schlage vor, dass wir auch in Zukunft zu mir fahren können. A. lehnt das Angebot ab.


3 Tage später sitzen wir dann doch in meinem Zimmer und gucken gemeinsam einen Film. ,,Jungfrau, 40, männlich sucht.." Ich fühle mich erstaunlich wohl und möchte am liebsten die Zeit anhalten. An diesem Abend hat mit A. auch das erste mal geküsst. Ich hatte keine Schmetterlinge im Bauch. Ich hatte einen ganzen Truppenübungsplatz von der Bundeswehr in meinem Bauch. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass A. mich einfach küsst? Wie oft habe ich mir das ausgemalt? Und nun ist es passiert. Einfach so.

,,Ich habe mich von F. getrennt. Sie zieht nun aus." Wir sitzen in seinem Auto und sind auf dem Weg uns essen zu holen. ,,Oh, okay. Wenn ich irgendwas für dich tun kann, dann lass es mich wissen" war meine Antwort. Wenn ich ehrlich bin, hat mein innerliches Ich getanzt. Samba, Rumba, Rock n Roll, alles zusammen. Ich musste mir ein Lächeln verkneifen und gleichzeitig die Freudentränen. ,,Aber wo schläfst du nun" - ,,ich werde in meinem Auto schlafen. Ich möchte mit F. nicht mehr in einem Raum sein". Diese Wörter zerreißen mir fast mein Herz. Es ist Januar, draußen friert es. Es liegt Schnee. A. will wirklich in seinem Auto schlafen? Ich schlage ihm vor, dass er bei mir schlafen kann. Das möchte er nicht. Ich akzeptiere es. Vielleicht ist es auch wirklich noch zu früh..
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