Mittwoch, 14. Dezember 2016

Konkurrenzverhalten in einer Frauenfreundschaft

Schneller, besser, weiter! Konkurrenzverhalten kann den Ehrgeiz in uns wecken und bringt gleichzeitig Neid und Missgunst mit sich. Der Mensch strebt nach immer mehr. Und das ist auch gut so. Eigentlich.

Das Konkurrenzverhalten ist nicht grundsätzlich schlecht, es kann uns dazu bringen unseren inneren Schweinehund zu überwinden und endlich etwas zu erreichen, weil wir wissen, dass es andere Leute vor uns auch geschafft haben und wir es vielleicht noch besser machen können. Konkurrenzverhalten kann Wünsche in uns wecken, von denen wir zuvor noch nie gewusst haben. Ich glaube aber auch gleichzeitig, dass Konkurrenzverhalten und Neid oftmals von unheimlich viel Schwäche zeugen. Konkurrenzverhalten entsteht immer dann, wenn man sich misst und zu zweifeln beginnt.


Das fängt ganz simpel beim Kleidungskauf an. Ich will gar nicht wissen, welch ein Streit entfachen würde, wenn ich an einer Freunndin ein Shirt entdecke, das ich zwei Tage später selbst kaufe und trage, weil es mir so gut gefällt. Die Rede wird von ,,Nachmachen" und ,,Nachkaufen" sein, während ich mich frage, warum man es nicht einfach schätzt, dass man sich inspirieren konnte. Es gibt doch kaum ein schöneres Kompliment! Immerhin hätte ich das Shirt nicht auch gekauft, wenn es nicht gut an ihr ausgesehen hätte. Um ehrlich zu sein: ich bin einfach unheimlich genervt von dieser Thematik. Konkurrenzverhalten geht weit über den Kleidungskauf hinaus. Oder anders gesagt: beim Kleidungskauf fängt das ganze Drama erst an. Sie gönnen dir das Shirt nicht, dass dir so viel besser als ihnen steht. Das Geld, dass du dir Monat für Monat erarbeitest, hätten andere viel mehr verdient.

Wisst ihr, mich interessiert das Konkurrenzverhalten fremder Frauen nicht, denen ich begegne, wenn ich durch die Straßen laufe oder einkaufen bin oder mal feiern gehe. Schlimm finde ich es nur, wenn Konkurrenzverhalten in Freundschaften eine Rolle spielt. Ich wünsche mir einfach zu oft, dass man sich mit mir über meine Erfolge genauso freut wie ich mich mit meinen Freundinnen freue, wenn sie Erfolge erzielen. Ist das zu viel verlangt? Wir sollten viel mehr miteinander anstatt gegeneinander arbeiten. Hand in Hand durch das Leben gehen, anstatt gegeneinander zu spielen. Wenn ich das, was ich habe, zu schätzen weiß, dann muss ich mich mit anderen Frauen oder gar Freundinnen nicht messen. Dann bin ich einfach dankbar und glücklich und gönne jeder anderen Frau auch in diesen Genuss zu kommen.


Kommentare on "Konkurrenzverhalten in einer Frauenfreundschaft"
  1. Schon allein die Überschrift habe ich als widersprüchlich empfunden. In einer Frauenfreundschaft, so empfinde ich, sollte es wie in jeder anderen Freunschaft auch, keine Konkurrenz geben und auch nichts was dem ähnelt. Sonst ist das schlichtweg keine Freunschaft (auf Augenhöhe!).

    Allerliebste Grüße,
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    1. Da hast du absolut recht! Leider musste ich aber schon oft genug genau die Erfahrung machen!

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